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IG Passivhaus

Das Passivhaus

Der Begriff "Passivhaus" bezeichnet einen Baustandard, der seit über 15 Jahren international verwendet wird und tausendfach erprobt ist. Dieser Standard ist mit verschiedenen Bauweisen, -formen und -materialien zu erreichen. Er ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehaus-("NEH")-Standards. Seit der Jahrtausendwende gibt es auch in Südtirol Objekte im Passivhaus-Standard.

Das ökologische Passivhaus kann dem Wunsch nach Wohnqualität, Komfort und Behaglichkeit sowohl im Einfamilien- wie auch im Mehrfamilienhaus, bei öffentlichen Gebäuden (Verwaltungsbüros, Schulen, Krankenhäuser, Turn- und Feuerwehrhallen) in Holz- oder Massivbauweise, bei Neubau und Sanierung, traditionell oder modern, in bisher kaum erreichter Qualität gerecht werden und stellt derzeit das konsequenteste Konzept nachhaltigen Bauens dar.

Die Realisierung von Passivhäusern mit einem Energieverbrauch bis zu umgerechnet 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter pro Jahr (Durchschnitt in Südtirol bei 21 Liter) sowie Klima-Häusern A und Gold in Passivhaustechnologie (bis 20 kWh/m2a laut PHPP) setzt bei BeraterInnen, ArchitektInnen, FachplanerInnen und ProfessionistInnen hohes Detailwissen, große Sorgfalt in der Ausführung und professionelle Qualitätssicherung voraus.

"Passivhaus heißt behaglich und bequem, ruhig und gelassen genießen zu dürfen anstatt sich hektisch, aktiv ständig um Erdöl, -gas und Heizkosten kümmern zu müssen!"

Die IG-Passivhaus Südtirol will einen Beitrag zur Verbreitung dieses Wissens und zur Sicherung der Qualitätsmaßstäbe leisten.

 

Es ist kein Zufall, dass gerade die Erdöl-Lobbies wenig vom Passivhaus halten. In Zeiten der ständig steigenden Rohstoffpreise sollte man sich fragen, ob es noch sinnvoll ist, dass die Industrieländer geschätzte 40% des Öl- und Gasvorkommens verheizen anstatt es sinnvoller zu nutzen. Viele Experten sind sich einig und warnen davor, dass diese Rohstoffe in ca. 40 Jahren zu Ende gehen und es bereits in den Jahren davor zu Engpassen und damit verbundenen Konflikten kommen wird. Deshalb müssen wir auch an unsere nächsten Generationen denken und dürfen sie nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Auch die Umweltbelastung durch den Co2-Ausstoß darf nicht länger ignoriert werden. Das Passivhaus ist ein erster Schritt in ein von fossilen Brennstoffen unabhängiges und umweltbewusstes Zeitalter. Es hat sich in den fast 20 Jahren, seit dem Bau des ersten Passivhauses in Darmstadt bewährt. Die Baukosten eines Passivhauses sind etwas höher als jene eines herkömmlichen Hauses. Doch im Hinblick auf die beträchtliche Einsparung von Heizenergie rechnen sich diese Mehrkosten bereits nach einigen Jahren. Deshalb stellen sich viele Experten die Frage: " Kann man sich etwas schlechteres als ein Passivhaus überhaupt noch leisten?"