Beispiele 2010

Minimale Heizkosten, maximaler Wohnkomfort für alle Generationen
Der Passivhaus-Standard setzt traditioneller und innovativer Architektur keine Grenzen und bietet mittlerweile längst ausgereifte Technik und Wohnkomfort für alle Generationen - unter diesem Motto lädt die IG Passivhaus Südtirol am Samstag, 13.11.2010 wieder alle Interessierten ein, die Möglichkeit zu nutzen, mit einer Besichtigung das Passivhaus selbst zu erleben und sich von den Vorzügen zu überzeugen.
Die Tage des Passivhauses sind eine Aktion der Informations-Gemeinschaft Passivhaus Deutschland, weiterer europäischer Passivhaus-Gemeinschaften, dem EU-Projekt PASS-NET und Partnern in Übersee.
Auch die IG Passivhaus Südtirol beteiligt sich heuer zum 3. Mal an dieser Aktion.
Folgende Häuser stehen am Samstag, 13.11.2010 zur Besichtigung offen:
Am Samstag, den 13. November 2010, können folgende Passivhäuser besichtigt werden:
- Wohnhaus Pichler in Pfitsch (von 13.00 – 17.00 Uhr))
- Wohnhaus Plattner in Feldthurns (von 13.00 – 17.00 Uhr)
- Wohnhaus Spitaler in Eppan (von 13.00 – 17.00 Uhr)
- Wohnhaus Mair in Prissian (von 13.00 – 17.00 Uhr)
Für evtl. Fragen stehen der Obmann Berthold Prünster (Tel. 338 6778425) und der Geschäftsführer Andreas Lamprecht (Tel. 349 7883075) gerne zur Verfügung.

Pfitsch: Wohnhaus Pichler (13.00 – 17.00 Uhr nach Voranmeldung 340 3865101)
Anfahrt: unter http://www.taaut.com/projects/pichler/adresse.pdf
-
Projektbeschreibung:„Passivhaus Pichler“ by Arch. Dr. MSc. Arthur Pichler & Arch. Dr. Walter Colombi. Bauherrenanforderungen: Barrierefreies Wohnen, Nachhaltigkeit, geringer Energieverbrauch, Privacy und Genuss der schönen Aussicht. Die Zugänglichkeit von außen konnte für alle drei Geschosse durch die Hangneigung erreicht werden. Die Ausrichtung nach Süden ermöglichte den gewünschten Sonnenenergieertrag und die notwendige Abschirmung vor dem kalten Nordwind. Die Privatsphäre zwischen den beiden Parteien wurde durch eine Brüstung im obersten Geschoss sichergestellt. Diese Sichtbarriere dient gleichzeitig als Blumentrog, Regenschutz, Raffstore- und Regenrohrbehälter, sowie als eine wichtige Proportionierung der Architektur in der Landschaft. Es wird eine Lüftungskombigerät mit Wärmerückgewinnung verwendet. Innovativ ist auch die Unterlüftung des Holzhauses, um dessen Trockenheit im Erdreich zu garantieren. Bauperiode von 9 Monaten
- Konstruktion: Holzbau
-
U-Werte: Außenwand 0,122 W/(m²K)
Kellerdecke/Bodenplatte 0,074 W/(m²K)
Dach 0,12 W/(m²K)
Fenster Uw-Wert = 0,71 W/(m²K)
Eingangstür Ud-Wert = 0,96 W/(m²K) - Lüftung: Hoval, Lüftungskombigerät HomeVent® RS-250, Zwei Lüftungsgerätemit mit Feuchterückgewinnung für zwei Wohnungen, Verteilung über teilweise in Schacht verlegte vorisolierte Spiro-Rohre.
-
Heizung: Pelletsheizkessel Windhager BioWIN 100 Exklusiv, 9,9kW;
800 l Schichtspeicher mit integrierter
Warmwasserbereitung;
Beheizung über die Lüftungsanlage, Fußbodenheizung im Bereich der hohen
Fensterfassaden;
Restwärmedeckung durch Holzbauernofen - Heizwärmebedarf: 9 kWh/(m²a) berechnet nach PHPP
- Planung: Arch. Dr. MSc. Arthur Pichler & Arch. Dr. Walter Colombi
- Haustechnikplanung: Heiter Gerd
- Baujahr: 2009
- Führung: Arch. MSc. Arthur Pichler , Arch. Walter Colombi
-
Hinweis: Bitte Haus- oder Überziehschuhe mitbringen

Felthurns: Wohnhaus Plattner (13.00 – 17.00 Uhr)
Anfahrt: Autobahnausfahrt Klausen – Richtung Feldthurns – ca. 150 m vor Dorf Feldthurns – linke Siedlung
- Objekttyp: Reihenhaus
- Projektbeschreibung: Reihenhaus in der Wohnbauzone Mooswiese III in Feldthurns, mit 110 m² Wohn- und Nutzfläche in Massivbauweise, kurz vor der Fertigstellung.
- Konstruktion: Massivbau
- Lüftung: Kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
- Heizung: Wärmepumpe mit Erdreich-Tiefensonde 80 m – thermische Leistung 4 kW
- Heizwärmebedarf: 14 kWh/(m²a) berechnet nach PHPP
- Planung: Arch. Dr. Renato D‘Alberto
- Haustechnikplanung: Blasbichler Josef
- Baujahr: 2010
-
Führung: Bauherr Plattner Christoph

Eppan: Wohnhaus Spitaler (13.00 – 17.00 Uhr)
Anfahrt: Autobahnausfahrt Bozen Süd – Richtung Eppan/Kaltern – nach Eppan rechts Richtung Gand abbiegen, dann recht in den Andreas-Hofer-Weg abbiegen und bis zum Rittsteinweg Nr. 53, Eppan, untere Gand fahren.
- Objekttyp: Einfamilienhaus
-
Projektbeschreibung: Das Gebäude wurde in Passivbauweise errichtet (Klimahaus A Gold bzw. Passivhaus), das drückt sich auch im Entwurf aus:
Im Norden ist ein massiver Baukörper positioniert, der unter anderem das Stiegenhaus, die Bäder und die Erschließung aufnimmt. Der Baukörper besteht aus 2 Geschossen und einem nicht ausbaubaren Dachgeschoss mit einem kleinen Dachboden. Der Hauseingang, der außen liegende Abgang in das Kellergeschoss und 2 oberirdische Autoabstellplätze werden durch eine leichte Überdachung vor Witterungseinflüssen geschützt.
Nach Süden, zur Aussicht und zur Sonne, sind auf 2 Geschossen die Wohnräume mit vorgelagertem Balkon- und Terrassenflächen untergebracht. Die Terrassen erfüllen auch die Funktion eines konstruktiven Sonnenschutzes: Im Sommer verhindern sie direkte Sonneneinstrahlung, im Winter scheint die Sonne jedoch ungehindert in die Wohnräume. - Konstruktion: Massivbau
- Lüftung: Kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung Paul Santos DC370, Vorerwärmung über Erdwärmetauscher
- Heizung: Gas-Brennwertkessel: Optimat GVR 140
- Heizwärmebedarf: 14 kWh/(m²a) berechnet nach PHPP
- Planung: Plan Werk Stadt Arch. Paulpeter Hofer
- Baujahr: 2010
- Führung: Arch. Paulpeter Hofer

Prissian: Wohnhaus Mair (13.00 – 17.00 Uhr)
Anfahrt: Wegbeschreibung aus Google Maps
- Objekttyp: Einfamilienhaus
-
Projektbeschreibung: Das Grundstück befindet sich in Prissian und ist Teil des Freien Wohnbaus der neuen Erweiterungszone „Sandpichl 2“.
Besonderes Augenmerk ist auf das sehr steile Gelände zu legen, das den Entwurf maßgeblich beeinflusst.
Die Haupterschließung erfolgt von Osten, über die vorhandene zoneneigene Straße die bereits durch die Zone Sandpichl 1 führt und direkt vor dem Grundstück eine Kurve beschreibt.
In der Kurve befindet sich die Garageneinfahrt, die niveaugleich zur Straße erfolgt und über einen nach Vorne offenen, überdachten Vorbereich ins Kellergeschoss führt. Dieser Bereich des Gebäudes ist als kalter Bereich in Stahlbeton ausgeführt. Darüber liegt ein freigeschossiges Gebäude in Holzbau, wobei jedes Bauteil der Gebäudehülle einen U-Wert von 0,09W/m²K aufweist.
Das teilweise unterirdischen Tiefparterre befinden sich weitere Neben- und Abstellräume und ein Arbeitsraum. Zusätzlich befindet sich auf der Nordseite ein Nebeneingang.
Im Hochparterre befinden sich nun die eigentlichen Wohnräume mit Küche Wohnzimmer und Wirtschaftsraum. Der Hauptzugang befindet sich auf der Westseite und ist von Außen über eine Treppe, die über die Nordseite führt von der Straße aus erreichbar. Über das Wohnzimmer gelangt man in den Garten.
Im Obergeschoss befinden sich die Schlafräume bestehend aus dem Elternschlafzimmer und je ein Zimmer für die beiden Söhne der Familie. Über dem Haupteingang befindet sich ein kleiner Luftraum.
Ebenfalls vorhanden ist ein großes Badezimmer und eine Terrasse, die man über das Schlafzimmer erreicht. Auf der Ostseite zieht sich über die gesamte Fassadenbreite ein 1,20 m breiter Balkon der über die Schlafräume zugänglich ist. Eine energetisch besonders gute Lösung wurde auch bei den Balken gewählt. Diese stehen oder „hängen“ mittels Stahlkonstruktion außerhalb der thermischen Hülle des Gebäudes, und stellen somit keine Wärmebrücke dar.
Das Gebäude besitzt kein eigenes Dachgeschoss. Das Dach ist als Kaltdach ausgebildet. - Konstruktion: Holzbau
- Lüftung: Kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
- Heizwärmebedarf: 14 kWh/(m²a) berechnet nach PHPP
- Planung: Arch. Michael Tribus
- Baujahr: 2009
- Führung: Arch. Michael Tribus






